Zahl des Monats3,8

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18%iger Rückgang der Impfdosen

DAPI Zahl des Monats Juli 2009 - Eschborn

Foto: ABDA

Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten präventiven Maßnahmen auf dem Gebiet der Medizin. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und gravierende unerwünschte Arzneimittelwirkungen werden nur in ganz seltenen Fällen beobachtet.

Um einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und schließlich weltweit auszurotten, sind hohe Durchimpfungsgrade notwendig. In der Bundesrepublik Deutschland besteht keine Impfpflicht. Impfungen von besonderer Bedeutung für die Gesundheit der Bevölkerung werden von den obersten Gesundheitsbehörden der Länder auf der Grundlage der STIKO-Empfehlungen öffentlich empfohlen.

Die Grundimmunisierung bei Säuglingen und Kleinkindern sollte frühzeitig begonnen, ohne Verzögerungen durchgeführt und zeitgerecht abgeschlossen werden. Nach der Grundimmunisierung ist bis zum Lebensende durch regelmäßige Auffrischimpfungen sicherzustellen, dass der notwendige Impfschutz erhalten bleibt.

Das DAPI hat die Zahlen der abgegebenen Impfdosen in öffentlichen Apotheken über die letzten drei Jahre für bestimmte Standardimpfungen verglichen.

Im Bereich der Grundimmunisierung gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Hepatitis B und Poliomyelitis ist der zunehmende Einsatz eines entsprechenden 6fach-Impfstoffs bei gleichzeitiger Abnahme der anderen Kombinationen zu erkennen. So wird die Empfehlung der STIKO, vorzugsweise Kombinationsimpfstoffe zu verwenden, um die Zahl der Injektionen gering zu halten, immer mehr in den Versorgungsalltag integriert. Ein leichter Rückgang der Impfdosenzahlen von 2007 gegenüber 2008 korreliert mit dem zu beobachtenden Geburtenrückgang.

Die Impfungen gegen Mumps, Masern und Röteln werden vermehrt als 4fach-Kombination (zusammen gegen Varizellen) verordnet. Allerdings ist der Trend der Impfdosenzahlen aller MMRV-Impfungen über die untersuchten Jahre weiter rückläufig. So konnte eine Abnahme der Anzahl entsprechender Impfdosen im Jahr 2008 um 18 % im Vergleich zu 2006 beobachtet werden.

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